Herd/Feuerstelle mit Hängetöpfen und Töpfen.
Zu dem vielteiligen Exponat gehört die aus Sandstein gemauerte rechteckige Herdstelle für das offene Feuer, der nach oben zum Schornstein führende und sich verjüngende Rauchfang, ein drehbarer, kranartiger Schwenkarm aus Holz und Eisen, die daran hängenden fünf Kesselhaken mit ihren Töpfen und Pfannen sowie zahlreiche auf der Oberfläche der Herdstelle stehenden, teils mit drei- oder vierbeinigen Untersetzern kombinierten Kochutensilien (weitere Pfannen und Töpfe) und ein gusseisernes Bügeleisen.
Der eigentlichen Feuerstelle sind noch zahlreiche an der Wand hängende Kochhilfen und Küchenzubehör (Kellen und Servierlöffel, Pfannenwender, Siebe, langstielige Pfannen, Zangen, Spieße und weitere Untersetzer) zuzuordnen, die allerdings eigene Inventarnummern besitzen (2022JAM0036 und 0037).
Zur Funktion der Kesselhaken:
An den Kesselhaken befinden sich Vorrichtungen zur Veränderung der Höhe der Kochtöpfe. Diese bestehen entweder aus einem flachen Stab mit Kerben/Zähnen oder aus einer Eisenkette und einem Verbindungsstück mit Haken.
Bei Ersteren lässt sich mittels der Zacken des Kesselhakens die Höhe des Kochkessels zur Feuerstelle variieren - bei den Ketten entscheidet die vertikale Lage des Kettenglieds, in welches der Haken eingehängt wird. Durch Veränderung der Topfhöhe kann so beim Kochen gezielt Hitze zu- oder abgeführt werden.
Wird also einen Zacken oder - sprichwörtlich - "ein Zahn zugelegt" (nach unten in Richtung der Herdoberfläche) wird der Kochvorgang beschleunigt.