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Barometer

Museum Handwerkerhof


Herstellung: von bis
in: Ottweiler

Merkmale

Inventarnummer:
2017HWO0099
Anzahl:
1 Stück
Objektbezeichnung:
weitere Objektbezeichnung:
Werbebarometer der Firma "Tana"
Sachgruppe:
Maße:
Gesamt: H: 17 cm, B: 14 cm, T: 4 cm

Beschreibung

Barometer

Bei dem vorliegenden Exponat handelt es sich um ein aneroides Röhrenbarometer mit Bourdonfeder und Zeigeranzeige zur Messung des Luftdrucks - und hierbei um ein Werbe-Barometer des Schuhcreme-Herstellers "Tana". Die Mechanik der Feder und des Zeigers ist in ein rundes Gehäuse aus Holz mit einem Durchmesser von 14 cm gebettet, das Glas besitzt einen Facettenrand aus Messing.

Allgemein zu Barometern:
Ein Barometer (altgriechisch: barýs "schwer, gedrückt" und métron "Maß, Maßstab") ist ein Messgerät zur Bestimmung des statischen Absolut-Luftdrucks und damit eine Sonderform des Manometers (wikipedia). Es wurde nach Vorüberlegungen und Experimenten durch Galileo Galilei und Giovanni Battista Baliani (1619 bis 1642) im Jahr 1643 von Evangelista Torricelli am Hofe des Großherzogs der Toskana als Quecksilber-Barometer erfunden. Nach Verbesserungen durch Sir Robert Boyle (Biegung des Rohrs zu einem Siphon) und den französischen Physikern René Descartes (Hinzufügen einer Papierskala) und Blaise Pascal (Messung des mit der Höhe abnehmenden Luftdrucks) existierte seit 1648 das bis heute gültige konstruktive Grundprinzip des Flüssigbarometers. Jedoch erst ab Mitte des 19. Jh. wurden Barometer von Instrumentenherstellern, Uhrmachern und Optikern seriell hergestellt, zunächst für den wissenschaftlichen Gebrauch, dann auch für die Allgemeinheit. Ab ca. 1870 wurden auf den Skalen meteorologische Bezeichnungen hinzugefügt (gutes Wetter, Regen, wechselhaft, etc.). Eine andere Konstruktions- und Messart hat das Dosen- oder Aneroidbarometer (nach seinem Erfinder Lucien Vidie [1805 - 1866] auch Vidie-Dose genannt), denn bei diesem wird ein dosenartiger Hohlkörper aus dünnem Blech durch den Luftdruck verformt. Über eine Mechanik wird diese Verformung - bei steigendem Luftdruck eine Verdichtung und bei sinkendem Luftdruck eine Ausdehnung - auf einen Zeiger übertragen. Ein weiterer Typ ist das Röhrenbarometer (Bourdonfeder), bei dem der Umstand, dass bei einem gebogenen Rohr die Außenseite eine größere Fläche aufweist als die Innenseite und damit bei steigendem Druck die Kraftwirkung von außen größer ist, genutzt wird. Die Verformung in Abhängigkeit vom Druck wird ebenfalls auf einen Zeiger übertragen. Barometer werden meist in der Meteorologie verwendet und gehören hier als Standardinstrument zu jeder Wetterstation. Oft werden Barometer, meist minderer Qualität, in den mittleren Breitengraden als Wetteranzeigen verwendet, da sich Luftdruckänderungen und "schlechtes" bzw. "gutes" Wetter hier gegenseitig teilweise - aber nicht immer - beeinflussen.