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Münze

Römermuseum Schwarzenacker


Herstellung: Römische Kaiserzeit: 270 n. Chr.
in: Schwarzenacker

Merkmale

Inventarnummer:
2008RMS1170
Anzahl:
1 Stück
Objektbezeichnung:
weitere Objektbezeichnung:
Antoninian - lokale Nachprägung
Sachgruppe:
Münzen (Römische Münzen)
Material:
Kupfer (mit Silberüberzug)
Technik:
geprägt
Maße:
Gesamt: D: 1,45 cm, Gewicht: 0,5 g

Beschreibung

Antoninian, vermutl. Claudius II. Gothicus (vergöttlicht), evtl. lokale Nachprägung.
Av.: Kopf des Kaisers mit Strahlenkrone, nach rechts; vermutl. [DIVO CLAVD]IO;
Rv.: Altar mit Flamme; Legende nicht lesbar, wahrscheinl. [CONSECRATIO];
Claudius Gothicus oder Claudius II. (Marcus Aurelius Claudius, um 214/219 bis 270 n. Chr.) war einer der sogenannten Soldatenkaiser und herrschte von 268 bis 270 n. Chr. als Nachfolger des Gallienus. Er war der erste einer langen Reihe aus Illyrien stammender Kaiser und, nach Angaben der späteren konstantinischen Zeit, mit den Herrschern dieser Dynastie verwandt. Den Beinamen "Gothicus" erhielt er nach einer siegreichen Schlacht gegen die Goten im Jahre 269 n. Chr. Die Münze stellt den Kaiser als vergöttlicht dar und dürfte daher von einem der unmittelbaren Nachfolgern geprägt worden sein; hierbei kommt in erster Linie sein nur kurz herrschender Bruder Quintillius in Frage. Während seiner kurzen Regierungszeit wurde Claudius II. im Jahre 270 n. Chr. durch den Senat vergöttlicht und durch entsprechende Prägungen (mit Rückseiten-Umschrift CONSECRATIO) geehrt.
Der Antoninian wurde als Silbermünze mit einer Wertigkeit von zwei Denaren um 214 n. Chr. unter Kaiser Caracalla eingeführt. Bis in die Regierungszeit Diocletians, welcher die Prägungen in Zuge seiner 293 n. Chr. erfolgten Münzreform einstellte, hatte sich der Silbergehalt stetig reduziert, so dass es sich bei späten Antoninianen nur noch um Kupfermünzen (ggf. mit einem feinen Silberüberzug) handelte. Das markanteste Merkmal des Antoninians ist die Strahlenkrone auf dem Haupt der abgebildeten Herrscher.
Münztyp: RIC V, 1, Nr. ? Prägeort: unbekannt.
Die Münze ist stark abgegriffen und zudem leicht korrodiert; die Legenden sind größtenteils verloren.

Literatur

Mattingly, Harold: Roman Imperial Coins (=V, Part 1), London 1968, Band V, 1.

Kreckel, Thomas (Hrsg.) / Börner, Susanne (Hrsg.): Geld regiert die Welt. Münzfunde aus Schwarzenacker, Homburg/Saar 2013.