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zum Walzen von Leder, mit Untergestell

Museum Handwerkerhof


Herstellung: von bis
in: Ottweiler

Merkmale

Inventarnummer:
2017HWO0131
Anzahl:
1 Stück
Objektbezeichnung:
Mechanische Leder-Drehwalze
weitere Objektbezeichnung:
zum Walzen von Leder, mit Untergestell
Sachgruppe:
Schuhmacher (Arbeitsgeräte)
Maße:
Gesamt: B: 110 cm, T: 78 cm (max.), H: 132 cm

Beschreibung

Mechanische Schuhmacher-Drehwalze (zum Walzen von Leder)

Bei dem vorliegenden Exponat handelt es sich um eine mechanische Leder-Drehwalze mit hohem Untergestell der Firma "Gustav Rafflenbeul". Das Gerät diente der Glättung von Ledersohlen. Die beiden waagerecht gelagerten Metall-Walzen werden durch ein Handrad angetrieben. Mittels einer Stellschraube konnte der Anpressdruck variiert werden.

Zur Firma "Gustav Rafflenbeul":
Gustav Rafflenbeul gründete 1888 in Schwelm die Metallwaren- und Maschinenfabrik "Gust. Rafflenbeul". Er produzierte Maschinen für das Schuhmacherhandwerk und für Schuhfabriken sowie Gelenkwellen für den Fahrzeugbau. Sein Schwiegersohn Ernst Berning und dessen Sohn Alfred führten später die Firma weiter. Im Jahr 1943 wurde die Firma "Gust. Rafflenbeul, Abtlg. Hansa-Werk" (in Wuppertal) als Tochterfirma etabliert - deren Nachfolgefirma ist die "Hansawerke Ernst Berning GmbH & Co.". 1959 wiederum wurde die Firma "Berning Smart Fasteners, Berning + Soehne GmbH & Co. KG" von "Hansa-Werke Ernst Berning" abgespaltet. Diese ist ein führender europäischer Hersteller von Metallaccessoires (z. Bsp. Knöpfe, Nieten und Logos für Jeans), Schuhe (Goretex-Logo) und für andere Branchen. Alfred Berning, der älteste Sohn von Ernst Berning gründete 1943 als ein weiteres Zweigunternehmen der Firma Rafflenbeul die Maschinenfabrik "Alfred Berning KG" mit Sitz in Frankenberg (Eder). Von Frankenberg aus lieferte man bearbeitete Einzelteile sowohl für die Motoren- als auch für die Schuhmaschinenproduktion. 1989 wurde die bis heute existierende Firma in "Berning-Maschinenfabrik GmbH" umbenannt. 1951 wurde die Firma "Motorenbau Alfred Berning" in Schwelm auf dem gleichen Areal wie zuvor die Firma Rafflenbeul gegründet - damit sollte ein zweites Standbein zur Produktion der Schuhmachermaschinen geschaffen werden.