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Theodolit

Saarländisches Bergbaumuseum


Herstellung: 1980er Jahre
von: Carl Zeiss als Hersteller
in: Jena

Merkmale

Inventarnummer:
2009SBB0297
Anzahl:
1 Stück
Objektbezeichnung:
Vermessungsgerät
weitere Objektbezeichnung:
Theodolit
Sachgruppe:
Technik:
geschliffen
gepresst
genietet
geschraubt
Maße:
Gesamt: H: 33 cm, B: 20 cm, Gewicht: 4450 gr, L: 18 cm (Fernrohr)

Beschreibung

Der Theodolit ist ein Winkelmessinstrument, das in der Vermessungskunde zur Messung von Horizontalrichtungen und Zenit- oder Vertikalwinkeln Verwendung findet. Der abgebildete Theodolit ist sowohl als Standtheodolit mittels Stativ, aber auch als Hängetheodolit, wie im Bergbau üblich, verwendbar. Der Theodolitunterbau oder Limbus enthält den Horizontalkreis und die Vertikalachse (Stehachse). Dieser trägt den Oberbau (Alhidade, arab.), der aus zwei Stützen, der horizontalen Kippachse, dem Fernrohr, der Kreisablesung und dem Vertikalkreis besteht. Das Fernrohr hat ein Strichkreuz (Strichplatte im Okular), durch welches die Zielachse definiert ist, und eine Innenlinse zum Fokussieren (Scharfstellen). Die Stehachse ist rechtwinklig zur Libellenachse. Die Zielachse ist rechtwinklig zur Kippachse. Die Kippachse ist rechtwinlig zur Stehachse. Alle drei Achsen schneiden sich idealerweise in einem Punkt. Der Hängetheodolit ist grundsätzlich wie ein Standtheodolit aufgebaut, hängt aber umgekehrt an einem Stahlpfriemenzapfen, der mit Zwingen am Grubenausbau angeschraubt oder magnetisch befestigt wird. Dadurch ist eine Zwangszentrierung gewährleistet. An den gleichen Zapfen werden auch die Zielzeichen befestigt. Diese sind als Doppelkegel ausgebildet, die in einer Kette hängen, deren Länge dem lotrechten Abstand von Priemen zur Kippachse des Hängetheodoliten entspricht. Der Vorteil ist, dass die Instrumentenhöhe unberücksichtigt bleiben kann. Das Gerät trägt aufgeklebte Plastikschilder mit den Aufschriften "aus Jena THEO_015_B", "Hergestellt in der DDR", Nr. 250135" und einen Papieraufkleber der Wartungsfirma "H.Schultz Saarbrücken".