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St. Ciriatus

Heimatmuseum Wemmetsweiler


Herstellung: Ende 19. Jahrhundert

Merkmale

Anzahl:
1 Stück
Objektbezeichnung:
weitere Objektbezeichnung:
Heiligenfigur, Nothelfer
Sachgruppe:
Material:
Technik:
Maße:
Gesamt:

Beschreibung

Figur des Hl. Cyriatus (auch: Cyriakus, Cyriacus), einer der "Vierzehn Nothelfer", die im katholischen Glauben in Notsituationen u. bei Krankheiten um Beistand angerufen werden. St. Cyriatus, Erzdiakon von Rom, während der Verfolgung der Christen durch die Römer in Gefangenschaft geraten, gefoltert und ca. 305 n. Chr. hingerichtet, ist Helfer bei starken Versuchungen, gegen böse Geister, Patron der Unterdrückten und Geknechteten, für die Sterbestunde, Tröster bei Zwangsarbeiten, Winzerpatron. Auf achteckigem Sockel stehende Figur mit geschorenem Haarkranz (Kleriker-Tonsur), Cyriatus trägt eine kurzärmelige Dalmatik (Obergewand) in Rottönen, mit goldfarbenen Saumbändern über weißer Albe (Untergewand). In der um einen Hohlraum geschlossenen rechten Hand hielt die Figur ursprünglich einen Gegenstand, wahrscheinlich einen Palmzweig (= Hinweis auf Martyrium). Altersbedingte Verfärbungen, Abplatzungen u. Rissbildung bei Fassung (Bemalung) u. Vergoldung von Gewändern u. am Kopf u. Körperteilen, Substanzverluste an Fingern der linken Hand u. am Sockel.
1867 fanden Renovierungsarbeiten in der kleinen Kirche von Wemmetsweiler statt, einer Filialkirche der Pfarrei St. Stephan in Illingen, die Mitte des 17. Jahrhunderts erbaut worden war. Dabei wurden auch neue Nothelferstatuen angeschafft. Die bemalten Gipsfiguren schmückten auf Konsolen unter Baldachinen die Wände des Altarraums.