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St. Cristofus

Heimatmuseum Wemmetsweiler


Herstellung: ca. 1867-1890
Gebrauch:
in: Wemmetsweiler
Fund (Beobachtung):
in: Wemmetsweiler

Merkmale

Anzahl:
1 Stück
Objektbezeichnung:
weitere Objektbezeichnung:
Heiligenfigur
Sachgruppe:
Ikonografie:
Signatur:

beschriftet
Wo: Sockel
Was: St. Cristofus

Material:
Technik:
Maße:
Gesamt:

Beschreibung

Figur des Heiligen Cristofus (Christophorus), einer der "Vierzehn Nothelfer", die im katholischen Glauben bei Nöten und Krankheiten um Beistand angerufen werden. Christophorus, ein riesiger Mann, half als Fährmann Menschen, einen gefährlichen Fluss zu überqueren. Als er ein zunächst leichtes Kind trug, wurde es mitten im Wasser so schwer wie die Last der gesamten Welt. Danach offenbarte sich das Kind als Jesus Christus u. taufte ihn. Schutzpatron der Reisenden, Autofahrer und Pilger, Helfer bei Augenkrankheiten. Die Figur in aufrechter Haltung auf einem achteckigen, gestuftem Sockel. Die nackten Beine stehen leicht versetzt in einer wellenartig gestalteten runden Form (= aufgewühltes Wasser). Christophorus stützt sich mit beiden Händen auf einen langen Ast. Er trägt eine knielange Tunika mit kurzen Ärmeln u. goldfarbenen Borten an unterem Saum u. Ärmelenden, in der Taille ist sie mit einem Gürtel gerafft, an der rechten Hüfte eine runde Umhängetasche (Feldflasche oder Proviantbeutel) an einem Riemen. Auf der rechten Schulter sitzt aufrecht ein Kind (= Christus) in weißem, goldfarben gesäumten Gewand. Seine linke Hand greift in Christophorus' Haar, die rechte Hand ist abgebrochen, nur das Armiereisen ist noch zu sehen. Die Hand war wahrscheinlich zum Segen erhoben gewesen. Altersbedingte Verfärbungen, Abplatzungen u. Rissbildung bei der Bemalung u. Vergoldung von Gewändern, Haar u. Körperteilen. 1867 fanden Renovierungsarbeiten in der kleinen Kirche von Wemmetsweiler statt, einer Filialkirche der Pfarrei St. Stephan in Illingen, die Mitte des 17. Jahrhunderts erbaut worden war. Dabei wurden auch neue Nothelferstatuen angeschafft. Die bemalten Gipsfiguren schmückten auf Konsolen unter Baldachinen die Wände des Altarraums.