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St. Aegitius

Heimatmuseum Wemmetsweiler


Herstellung: ca. 1867-1890

Merkmale

Anzahl:
1 Stück
Objektbezeichnung:
weitere Objektbezeichnung:
Heiligenfigur, Nothelfer, St. Ägidius
Signatur:

beschriftet
Wo: Sockel
Was: St. Aegitius

Material:
Technik:
Maße:
Gesamt:

Beschreibung

Figur des St. Aegitius (auch: Ägidius), einer der "Vierzehn Nothelfer", die im katholischen Glauben bei Nöten und Krankheiten um Beistand angerufen werden. St. Aegitius, ca. 640 bis ca. 720, griechischer Eremit. Vormals ein wohlhabender Athener verschenkte er einen Besitz, trieb in einem bootlosen Schiff nach Südfrankreich und lebte dort als Einsiedler, wo eine Hirschkuh ihn mit ihrer Milch ernährte, gilt als Schutzheiliger der Hirten, Jäger, Tiere, stillenden Mütter u. bei Dürre.
Darstellung mit Mönchstonsur u. Vollbart in bodenlanger, mit Kordel gegürteter Ordenskutte, mit goldfarbenem Saum an Ärmeln u. am unteren Ende u. einem breiten Kragen. Er steht frontal in leichtem Kontrapost. Der rechte Fuß (in Riemensandalen) ist auswärts gedreht u. ragt über die Sockelplatte. Auf der linken Hüftseite eine rote Gebetskette mit kleinen goldfarbenem Kreuz. In den erhobenen Händen hält er in rotes Buch mit goldfarbenem Kreuz auf dem Deckel (= Heilige Schrift). An seiner linken Seite, eng an das Gewand geschmiegt, ein Tierkörper (Teile vom Hals u. Kopf fehlen) mit schlanken Läufen. Es handelte sich der Legende nach um eine Hirschkuh. Alterungs- Und Gebrauchsspuren: großflächige Abplatzungen der Bemalung auf dem Gips.
1867 fanden Renovierungsarbeiten in der kleinen Kirche von Wemmetsweiler statt, einer Filialkirche der Pfarrei St. Stephan in Illingen, die Mitte des 17. Jahrhunderts erbaut worden war. Dabei wurden auch neue Nothelferstatuen angeschafft. Die bemalten Gipsfiguren schmückten auf Konsolen unter Baldachinen die Wände des Altarraums.