Figur der Heiligen Barbara, eine der "Vierzehn Nothelfer", die im katholischen Glauben bei Nöten und Krankheiten um Beistand angerufen werden. Christliche Märtyrerin aus Nikomedien, gest. 306 n. Chr.. Der Vater sperrte sie in einen Turm, um sie vor dem Christentum zu schützen. Barbara ließ sich heimlich taufen. Ihr Vater erfuhr von ihrem Glauben, klagte sie an. Sie weigerte sich zu widerrufen, wurde zum Tode verurteilt u. vom Vater enthauptet. Schutzpatronin der Bergleute, Feuerwehrleute, Geologen, Architekten, der Artillerie u. bei Gefahr. Darstellung der Figur in aufrechtem Stand, in Kontrapost, auf achteckigem, gestuftem Sockel. Auf dem Kopf eine als Reif mit Schmuckelement in der Mitte gestaltete Krone, darunter langes gewelltes Haar. Barbara in langärmeligen, knielangen Obergewand (Tunika), Halsausschnitt u. Ärmelbündchen sind mit goldfarbener Borte besetzt, darunter ein bodenlanges, dunkelfarbiges Untergewand, der Saum ebenfalls mit goldfarbener Borte besetzt. Unter dem Gewand ragen goldfarbene spitze Schuhe hervor. Die rechte Hand hält die Reste einer Märtyrerpalme, der linke Arm ist angewinkelt, auf der geöffneten Hand ein kleiner Turm (= Attribut). Alterungs- u. Gebrauchsspuren: Abplatzungen der Bemalung auf dem Gips, Substanzverlust an Daumen u. Fingern der linken Hand. 1867 fanden Renovierungsarbeiten in der kleinen Kirche von Wemmetsweiler statt, einer Filialkirche der Pfarrei St. Stephan in Illingen, die Mitte des 17. Jahrhunderts erbaut worden war. Dabei wurden auch neue Nothelferstatuen angeschafft. Die bemalten Gipsfiguren schmückten auf Konsolen unter Baldachinen die Wände des Altarraums.