Figur des Hl. Dionisius (Dionysius), einer der "Vierzehn Nothelfer", die im katholischen Glauben bei Nöten und Krankheiten um Beistand angerufen werden. Dionisius: Im 3. Jahrhundert n. Chr christl. als Missionar in der röm. Provinz Gallien tätig, erster Bischof von Paris. Während der Christenverfolgungen ca. 250 n. Chr. auf dem Hügel Montmartre in Paris enthauptet. Nach der Enthauptung lief er mit dem abgschlagenen Kopf predigend sechs Kilometer weit, um den Ort seiner eigenen Bestattung selbst zu bestimmen. Schutzpatron bei Kopfschmerzen, Migräne, Gewissensängsten, Tollwut u. Geisteskrankheiten. Auf achteckigem, gestuftem Sockel aufrecht stehende Figur mit lockigen Haaren u. Vollbart, in einem mit goldfarbenen Borten versehenen Bischofsgewand aus bodenlanger dunkelfarbiger Albe (Untergewand), weißer Dalmatik (festliches Obergewand des Diakons) u. in roter, am Hals mit Spange verbundener Kasel (Obergewand). Auf dem Kopf die spitz zulaufende Bischofsmütze (Mitra). Die rechte Hand mit Substanzverlusten an Fingern u. Daumen ist geöffnet u. hielt evtl. einen Bischofstab, in der linken Hand, die unter einem übergeschlagenen Mantelteil verborgenen ist, hält er seinen eigenen abgeschlagenen Kopf. Altersbedingte Verfärbungen, Abplatzungen u. Rissbildung bei Fassung (Bemalung) u. Vergoldung von Gewändern u. am Kopf, Substanzverluste an Nase u. Mantel. 1867 fanden Renovierungsarbeiten in der kleinen Kirche von Wemmetsweiler statt, einer Filialkirche der Pfarrei St. Stephan in Illingen, die Mitte des 17. Jahrhunderts erbaut worden war. Dabei wurden auch neue Nothelferstatuen angeschafft. Die bemalten Gipsfiguren schmückten auf Konsolen unter Baldachinen die Wände des Altarraums.