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St. Achatius

Heimatmuseum Wemmetsweiler


Herstellung: ca. 1867-1890
Gebrauch:
in: Wemmetsweiler
Fund (Beobachtung):
in: Wemmetsweiler

Merkmale

Anzahl:
1 Stück
Objektbezeichnung:
weitere Objektbezeichnung:
Heiligenfigur
Sachgruppe:
Signatur:

beschriftet
Wo: Sockel
Was: St. Achatius

Material:
Technik:
Maße:
Gesamt:

Beschreibung

Figur des Hl. Achatius, einer der "Vierzehn Nothelfer", die im katholischen Glauben bei Nöten und Krankheiten um Beistand angerufen werden. Achatius, † ca. 303/304 n. Chr. in Byzanz, röm. Hauptmann, wg. christlichen Glaubens gefoltert, unter Kaiser Maximian in Byzanz enthauptet. Die vorliegende Darstellung als Bischof u. nicht als Soldat liegt an einer Verwechslung/Vermischung mit der Legende von Achatius (Acacius) von Melitene: Bischof von Hither (Hattusa) bzw. Melitene, Kleinasien, lebte während der Christenverfolgungen unter Kaiser Decius, wurde gefangen genommen u. gefoltert, starb 251 n. Chr. eines natürlichen Todes. Achatius gilt als Schutzpatron der Soldaten, Helfer bei Todesangst, in ausweglosen Lagen u. bei Kopfschmerzen.
Auf achteckigem, gestuftem Sockel aufrecht stehende Figur mit lockigen Haaren u. Vollbart, in einem mit goldfarbenen Borten versehenen Bischofsgewand aus bodenlangem dunkelfarbigem Untergewand, dunkelweißer Dalmatik (festliches Obergewand des Diakons) u. grün gefütterter, roter, ärmelloser Kasel mit breitem, goldfarbenem Stabkreuz auf der Vorderseite. Auf dem Kopf die spitz zulaufende Bischofsmütze (Mitra) mit Rändern u. vertikaler Mittellinie (Titulus) in Gold. Rechter Arm angewinkelt, die Hand zum Segensgestus erhoben, in der linken Hand, von der nur noch die Armierung vorhanden ist, evtl. Attribut. Altersbedingte Verfärbungen, Abplatzungen u. Rissbildung bei Fassung (Bemalung) u. Vergoldung von Gewändern u. am Kopf, Substanzverlust am Gewand links. 1867 fanden Renovierungsarbeiten in der kleinen Kirche von Wemmetsweiler statt, einer Filialkirche der Pfarrei St. Stephan in Illingen, die Mitte des 17. Jahrhunderts erbaut worden war. Dabei wurden auch neue Nothelferstatuen angeschafft. Die bemalten Gipsfiguren schmückten auf Konsolen unter Baldachinen die Wände des Altarraums.