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Schrank

Johann-Adams-Mühle Tholey


Herstellung: von bis
Gebrauch:
in: Theley

Merkmale

Inventarnummer:
2022JAM6001
Anzahl:
1 Stück
Objektbezeichnung:
weitere Objektbezeichnung:
Buffetschrank mit Tellern, Kannen und Service

Beschreibung

Buffet-Schrank/Küchenschrank mit Porzellangeschirr.

Bei dem vorliegenden Exponat handelt es sich um einen Buffet-Küchenschrank aus Holz, der in der zweiten Hälfte des 19. Jh. hergestellt worden sein dürfte. Das massive Möbel besteht aus zwei Teilen, nämlich dem vierfüßigen, zweitürigen Unterschrank mit zwei darüber liegenden Schubladen und einer abschließenden, leicht überkragenden Deck-/Arbeitsplatte im unteren Bereich (Anrichte/Sockelgeschoss) und dem oberen, deutlich weniger tiefen Schranksaufsatz mit zwei Glastüren und einem leicht auskragenden, profilierten und an den Ecken gebrochenen/verkröpften Krag-Gesims.
Dieser obere Aufbau steht dabei auf einem hinteren Sockel und den beiden vorderen, niedrigen Säulen über der Platte der Anrichte. In dem Buffetaufsatz befindet sich ein fester Zwischenboden, und somit zwei Regalfächer - in diesen wird Porzellangeschirr (Teller, Kannen, Tassen mit Untersetzern und ein Zuckerbehältnis einer Hersteller-/Musterserie) gezeigt.

Die Gestaltung beider Schrankteile ist - wie in den meisten Fällen - "architektonisch": Die Eckbereiche sind als Ecksäulen bzw. Pilaster mit Basis, Schaft und Kapitell- und Frieszone plastisch hervorgehoben und vertikal gestaltet (Kanneluren). Querprofile und Gesimse bilden gliedernd die waagerechten "Geschossabschnitte".

Allgemein zu Anrichte und Buffet:
Buffet-Schränke setzen sich in vertikaler Weise aus den beiden Möbel-Elementen "Anrichte" und "Buffet" zusammen. Es gibt historisch einen wesentlichen Unterschied in der Entstehung dieser beiden Möbel. Die Anrichte hat sich nämlich aus dem Tisch -, das Buffet jedoch aus der Truhe entwickelt. Insbesondere bei sehr frühen Antiquitäten kann man noch deutlich die Unterschiede der Entwicklung, beginnend mit der Spätgotik, sehen. So standen die nur halbhohen Anrichten oft frei im Raum und sind allseitig verziert - Buffets standen von je her an der Wand und sind daher an der Rückseite nicht verziert. Besonderer Beliebtheit erfreute sich der Buffet-Schrank seit dem 19. Jh. in der Zeit des Historismus, als er, - Architektur imitierend - meist reich verziert und profiliert, zum besonderen Prunkstück der "guten Stube" eines bürgerlichen Haushalts wurde. Etwas einfacher gestaltete Buffet-Schränke wurden als Küchenschrank, also zur Aufbewahrung von Geschirr oder Vorräten verwendet.