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Grabplatte

Römermuseum Schwarzenacker


Herstellung: 1350-1500 (Spätmittelalter)
in: Wörschweiler

Merkmale

Inventarnummer:
2008RMS0883
Anzahl:
1 Stück
Objektbezeichnung:
Stil:
Material:
Technik:
gemeißelt
geglättet
Maße:
Gesamt: H: 19,5 cm, B: 76 cm, L: 134,8 cm

Beschreibung

Grabplatte, umlaufender, nicht mehr leserlicher Schriftzug, Oberfläche stark verwittert, nur unterer Teil vorhanden. blassrosafarbener Voltziensandstein.

Die Abtei Wörschweiler, aus dem die Grabplatte stammt, wurde von Graf Friedrich I. von Saarwerden und seiner Gemahlin Gertrud als Benediktinerkloster gegründet und mit Grundbesitz ausgestattet. Das Kloster, dessen Kirche im Jahre 1131 geweiht wurde, wurde von Mönchen aus Kloster Hornbach besiedelt, aber im Jahr 1171 von dem Zisterzienserkloster Villers-Bettnach in Lothringen übernommen und diesem als Tochterkloster unterstellt. Damit gehörte es der Filiation der Primarabtei Morimond an. Im Jahr 1558 wurde das Kloster durch den evangelisch gewordenen Herzog von Pfalz-Zweibrücken nach Niedergang im 15. und 16. Jahrhundert aufgehoben. Im Jahre 1614 brannten die Klostergebäude ab. Die Wirtschaftsbauten wurden seit 1662 wieder benutzt. Alfred Lilier, der damalige Besitzer des Klosterberges, ließ ab 1876 die Schuttmassen forträumen und die dabei aufgedeckten Grabplatten mit einer Ausnahme im Kreuzgang an der Kirchenmauer aufstellen. In den Jahren 1954 bis 1958 wurden archäologische Ausgrabungen im Kloster durchgeführt.

Literatur

Schmoll gen. Eisenwerth, Josef Adolf: Vorbericht über die Grabungen an der Ruine des Zisterzienserklosters Wörschweiler (= Saarbrücker Hefte, 1), Saarbrücken, 1955, S. 70-77, Abb. Nr. 46-52
Verkehrsverein Homburg (Saar) (Hrsg.) / Historischer Verein Homburg (Hrsg.): Kloster Wörschweiler 1131-1981 (= Homburger Hefte), Homburg (Saar), 1981