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Konstruktionszeichnung

Saarländisches Uhrenmuseum


Herstellung:
in: Sachsen

Merkmale

Inventarnummer:
2014SUM390
Anzahl:
1 Stück
Objektbezeichnung:
Konstruktionszeichnung
weitere Objektbezeichnung:
Konstruktionszeichnung
Material:
Technik:
Maße:
Gesamt:

Beschreibung

Die Konstruktionszeichnung einer Kolbenzahn-Ankerhemmung wurde am 28.01.1906 von dem Schüler Ed. Luther an der Deutschen Uhrmacherschule in Glashütte gezeichnet. Die Hemmung für Kleinuhren wurde von M. Großmann grundlegend aufgebaut und in der Schweiz weiterentwickelt und zu höchster technischer Vollendung gebracht . Sie wird deshalb auch Schweizer Ankerhemmung genannt. Wie alle Hemmungen bei Unruhuhren (mit Ausnahme der Zylinderhemmung) ist sie eine freie Hemmung. Bei diesen unterbricht der Schwinger im Auslauf seine Verbindung mit der Hemmung und schwingt einen großen Teil frei. Die erste freie Hemmung erfand der Engländer Thomas Mudge (1715-1794). Sie basiert auf dem Hakengang von William Clement und dem englischen Hakengang von Graham. Die Schweizer Hemmung unterscheidet sich von der Glashütter Hemmung nur in einzelnen Winkelmaßen und in der Form des Ankers. Letztere hat verdeckte Ankersteine. Der Anker ist fast immer ungleicharmig. Bei heute hergestellten mechanischen Armbanduhren wird fast immer die Kolbenzahnhemmung verwendet. Bei der Zeichnung müssen aus den gegebenen Winkeln (Zug , Ruhe, Hebung, Führung, Ankerweite) , Zahnspitzenkreis und Zahnzahl die folgenden Größen durch Konstruktion ermittelt werden: Ankerkreise, Zahnfersenkreis, Hebekreise, Lage der Klauen und deren Dicken, Ruheflächen, Hebeflächen, Ankerhöhe, Ankerwinkel.