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Spindeluhrwerk

Saarländisches Uhrenmuseum


Herstellung: 2. Drittel 18. Jahrhundert
in: Frankreich

Merkmale

Inventarnummer:
2013SUM023
Anzahl:
1 Stück
weitere Objektbezeichnung:
Spindeluhrwerk
Sachgruppe:
Signatur:

beschriftet
Wo: Platine
Was: Lé
Lépine à Paris

Maße:
Objekt:
Durchmesser: 3.9 cm
Länge: 1.3 cm

Beschreibung

Das Werk hat eine Schnecke mit Kette zur Kompensation des kleiner werdenden Drehmoments bei Ablauf der Feder. Der runde Spindelkloben ist ebenso wie die Platine floral verziert. Die Spindel ist aus Stahl gefertigt. An ihr sind zwei senkrecht zueinander gestellte Lappen angebracht, deren Abstand dem Durchmesser des Steigrades gleich ist, und die abwechslungsweise - der eine oben, der andere unten - die Zähne des Steigrades aufhalten, so dass dieses auf je zwei Halbschwingungen der Unruh, um einen Zahn vorangeht. Bei jedem Zusammentreffen eines Lappens mit einem Zahn erhält die Unruh einen neuen Impuls und das Steigrad wird etwas zurückgeworfen. Deshalb spricht man auch von rückführender Hemmung. Die stark verzierten Spindeluhrwerke wurden von etwa 1680 bis 1800 hergestellt, wobei spezialisierte Künstler die Unruhkloben herstellten. Obwohl es wahrscheinlich Musterbücher gab und die Kloben in großer Zahl hergestellt wurden, gibt es praktisch keine identischen Stücke. Die Kloben wurden meistens feuervergoldet, wobei Quecksilberdampf freigesetzt wurde.