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Sonnenquadrant und Nocturlabium

Saarländisches Uhrenmuseum


Herstellung: 2. Hälfte 20. Jahrhundert
in: Deutschland

Merkmale

Inventarnummer:
2012SUM051
Anzahl:
1 Stück
Objektbezeichnung:
Sonnenquadrant und Nocturlabium
weitere Objektbezeichnung:
Sonnenquadrant und Nocturlabium
weitere Objektbezeichnung:
Sonnenuhr, Sternenuhr
Sachgruppe:
Material:
Maße:
Gesamt: H: 25 cm, B: 35 cm, T: 3 cm

Beschreibung

Kombinationsinstrument: Auf der Vorderseite ein Sonnenquadrant nach Peter Apian (1495-1552) wie er in dessen "Instrument Buch" (1533) beschrieben und dargestellt ist. Apian war Astronom, Professor für Mathematik in Ingolstadt, Konstrukteur wissenschaftlicher Instrumente und Autor zahlreicher Schriften u. a. über Sonnenuhren. Der Sonnenquadrant ist eine Vereinfachung des scheibenförmigen (kreisförmigen) Astrolabiums. Er beinhaltet nur noch dessen vierten Teil (Viertelkreis) und trägt normalerweise an seiner Oberkante zwei Plättchen mit Loch; durch beide Löcher ließ man den Sonnenstrahl fallen. Das Lotpendel zeigt die Uhrzeit.Auf der Rückseite ist ein Nocturlabium, ein frühes Zeitmessgerät zum Bestimmen der Nachtstunden. Zum Gebrauch musste aus der Stellung verschiedener Sterne am Beobachtungsort zuerst die Sternzeit errechnet werden, wonach die Wahre Sonnenzeit zu ermitteln war. Das Instrument besitzt drei übereinander liegende, drehbare Scheiben mit einem Zeiger. Auf der einen Scheibe mit den Monaten des Jahres wird das Tagesdatum eingestellt. Mit dem Loch wird der Polarstern anvisiert und dann der Zeiger auf das Sternbild des Großen Bären gestellt. Auf der zweiten Scheibe lässt sich dann die Uhrzeit ablesen.