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Sanduhr

Saarländisches Uhrenmuseum


Herstellung: 2. Hälfte 20. Jahrhundert

Merkmale

Inventarnummer:
2012SUM116
Anzahl:
1 Stück
Objektbezeichnung:
Sachgruppe:
Technik:
gedreht
geblasen (Form)
Maße:
Gesamt: H: 16 cm, D: 10 cm

Beschreibung

Der Glaskörper der Sanduhr wird von drei gedrehten Holzsäulen zwischen zwei runden Holzscheiben gehalten. Eine der ältesten Darstellungen einer Sanduhr findet sich
in der Malerei auf dem 1338 von Ambrogio Lorenzetti
erschaffenen Fresko" Allegorie der Guten Regierung"
im Palazzo Publico (Siena).
Die Sanduhr diente Gelehrten bei der Vorlesung, Studierenden
im Studierzimmer, Priestern bei der Predigt, Ärzten bei der
Pulsmessung, dem Bademeister bei der Dosierung von Bädern
und Bestrahlungen und bis zum Jahr 1951 wurde die Zeit des
Glockenläutens, die die Abgeordneten des englischen Unterhauses
zur Abstimmung rief, mit einer Zweiminutensanduhr bestimmt.
Ihren Hauptverwendungsbereich fand die Sanduhr als Halbstunden- glas auf Schiffen. Der Glasenschlag bzw. das Umdrehen der Sanduhr
wird vom Wachhabenden an der Schiffsglocke für alle hörbar in
einem festgelegten Rhythmus angeschlagen. Jede volle Stunde
ist ein Doppelschlag, jede halbe Stunde ein einzelner Schlag.
Wenn man beispielsweise nachmittags zwei Doppelschläge und
einen einzelnen Glockenschlag hört ( 5 Glasen ), dann ist es
entweder 14:30 oder 18:30 Uhr. Das kann man auch nach Gefühl
gut auseinander halten und braucht daher auf einem Schiff, auf
dem regelmäßig geglast wird , keine Armbanduhr.