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Würfelsonnenuhr

Saarländisches Uhrenmuseum


Herstellung: 3. Viertel 20. Jahrhundert
in: Baden-Württemberg

Merkmale

Inventarnummer:
2012SUM089
Anzahl:
1 Stück
Objektbezeichnung:
Sachgruppe:
Technik:
geklebt
geschliffen
Maße:
Gesamt: B: 24 cm, T: 24 cm, H: 61 cm (mit Fuß und Schattenwerfer)

Beschreibung

Nachbau einer Originalsonnenuhr. Der Kupferstecher Johann Spiegel aus Lindau am Bodensee hat um 1705 eine solche Würfelförmige Tischsonnenuhr, auch Würfeluhr, gebaut. Ein hölzernes, auf vier Füßen ruhendes Brett trägt eine Vertiefung mit einem Kompass. Auf dem Brett ruht eine Säule, die einen Würfel trägt.
Die Würfelsonnenuhr ist ein sehr einfaches Instrument. Sie war beliebt als Tischsonnenuhr, also für den heimischen Gebrauch. Es wurden Kupferstiche und Zeichnungen angefertigt, die man auf hölzerne Würfel klebte. Auf dem Würfel sind fünf konstruktiv verschiedene Sonnenuhren darstellbar.
Auf der Oberseite eine Horizontal-Sonnenuhr und die vier vertikalen Flächen tragen die Sonnenuhren der vier Haupt-Himmelsrichtungen. Die Zeit war am Tag bei Sonnenschein von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang ablesbar.
Auf der Ostseite (Orientale) ist am unteren Rand eine Skala für die Polhöhen von 20-76 Grad angebracht. Ein lotrecht hängender Faden dient dem Einstellen auf die jeweilige geographische Breite. Wenn der Würfel gerade steht, ist die Polhöhe von 48 Grad eingestellt.
Neigt man den Würfel, darf der Ort, für den man die Zeit angeben will, nicht zu weit von 48 Grad entfernt sein, da sonst die Stundeneinteilungen stärker variieren. Für ein Grad ist die Messung noch brauchbar