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Wächterkontrolluhr

Saarländisches Uhrenmuseum


Herstellung: 2. Hälfte 20. Jahrhundert
von: Bürk als Hersteller
in: Deutschland

Merkmale

Inventarnummer:
2019SUM039
Anzahl:
1 Stück
Objektbezeichnung:
Sachgruppe:
Maße:
Objekt:
Höhe: 7 cm
Durchmesser: 14 cm

Beschreibung

Die Wächteruhren wurden von Nachtwächtern mitgenommen, um den darin befindlichen Papierstreifen an verschiedenen Stellen abzustempeln. Die Schlüssel zum Abstempeln waren an den Kontrollstellen befestigt. Die Uhr war abgeschlossen. Der Papierstreifen diente als Nachweis, dass der Nachtwächter zu der vorgeschriebenen Zeit auch wirklich dort war. Die tragbaren Wächteruhren entstanden in der Mitte des 19. Jahrhunderts. Der Ratschreiber von Schwenningen hatte nach einem Großbrand die Idee, eine Taschenuhr mit Papierstreifen auszurüsten, der mittels verschiedenartiger Schlüssel gekennzeichnet werden konnte. Jetzt war, im Unterschied zu den Vorgängermodellen erkennbar wann und wo die Markierung erfolgte. Diese Erfindung war der Anlass für die Gründung der Würtembergischen Uhrenfabrik im Jahr 1955.
Die Wächterkontrolluhr "Universal" wurde 1912 von Richard Bürk, dem Sohn des Firmengründers Johannes Bürk entwickelt. Sie war wesentlich vielseitiger als die älteren Modelle und konnte für beliebig viele Kontrollstellen eingesetzt werden. Der Abdruck erfolgte mittels Farbband auf eine Papierrolle, die auch längere Komtrollgänge für mehrere Tage aufzeichnen konnte. Die Uhr wurde mit unwesentlichen Änderungen über Jahrzehnte gebaut.