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Skulptur

Museum Schloss Fellenberg


Herstellung:

Merkmale

Inventarnummer:
2017MSF0464
Anzahl:
1 Stück
Objektbezeichnung:
weitere Objektbezeichnung:
Madonna, Maria Immaculata
Sachgruppe:
Ikonografie:
Stil:
Kunst der 1940er/50er Jahre (Begriff: Innere Emigration)
Material:
Technik:
Maße:
Gesamt:
Höhe: 50.5 cm
Breite: 11.5 cm
Tiefe: 9.5 cm

Beschreibung

Beschreibung
Maria ist als junges Mädchen mit offenem Haar dargestellt. Sie trägt sie eine Krone, hat die Hände wie schützend um das “imaginäre“ Jesuskind gelegt und steht auf der Weltkugel, die Schlange ist angedeutet.. Die Holzskulptur ist überhöht mit langgezogenen Proportionen gearbeitet. Der Künstler benutzte hier das Stilmittel der Verfremdung um das Göttliche im Leben der Maria hervorzuheben.

Ikonographie "Immaculata Conceptio" (Unbefleckte Empfängnis) Die Figur zeigt Maria im Typus der Immaculata, d.h. nach dem Dogma der unbefleckten Empfängnis. Danach wurde Maria als einziger Mensch sündenfrei empfangen, also schon vor ihrer Geburt im göttlichen Heilsplan vorgesehen. Dieser Typus zeigt Maria als junges Mädchen mit offenem Haar und weißen Gewand der Jungfrau. Sie hat die Hände gefaltet, steht auf der Mondsichel und zertritt eine Schlange. Über ihrem Kopf trägt sie oft eine Sternengloriole. Diese wird in dieser Darstellung wohl von dem Blumenkranz mit dem Stern ersetzt.
Das Konzil von Basel legte im Jahre 1439 fest, dass Maria frei von der Erbsünde von ihrer Mutter Anna empfangen worden sei. Maria ist als einziger sündenfreier Mensch also Teil des göttlichen Heilsplans vor ihrer Geburt im Himmel. Sie wird als sehr junges Mädchen mit dem offenen Haar der Jungfrau im weißen Gewand gezeigt, steht mit gefalteten Händen auf der Mondsichel und zertritt eine Schlange. Über ihrem Kopf erscheint eine Sternengloriole. Diese Elemente sind der Vision des Johannes vom apokalyptischen Weib, das mit Maria identifiziert wurde, entnommen (Offb 12, 1–6). Der Typus der Immaculata entsteht Ende des 15. Jahrhunderts und verbreitet sich besonders während der Gegenreformation in den katholischen Ländern, vor allem in Spanien.
Der Kult wurde von den Dominikanern getragen, welche die Dogmatisierung der Unbefleckten Empfängnis forderten. Maria erscheint als Siegerin über die Häresie der Reformation, so wie sie über Satan und die Erbsünde erhaben ist. In diesen Darstellungen nach dem Konzil von Trient (1545–1563) ist die Mondsichel nach unten geöffnet, um sie von den Mondsichelmadonnen der früheren Jahrhunderte zu unterscheiden. Der Bildtyp der sog. Maria immaculata wurde zum wichtigsten Marienbild des Barocks und des Rokoko. “1, 2

Literatur 1 Poeschel, Sabine: Handbuch der Ikonographie. Sakrale und profane Themen der bildenden Kunst, 5. Auflage, Darmstadt 2014, S. 119.

2 Erklärendes Wörterbuch zur Christlichen Kunst, Hannelore Sachs, Ernst Badstüber, Helga Neumann, Verlag Werner Dausien, Hanau, ISBN 3-7684-9305-9