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Skulptur

Saarländisches Uhrenmuseum


Herstellung: 2. Hälfte 20. Jahrhundert
in: Deutschland

Merkmale

Inventarnummer:
2018SUM094
Anzahl :
1 Stück
Objektbezeichnung:
Sachgruppe:
Material:
Maße:
H: 22 cm, B: 7,5 cm

Beschreibung

Die Figur aus Metallguss stellt die heilige Barbara dar. Sie trägt eine Krone und hat einen Kelch in der Hand. Auf dem mit dem Namen St. Barbara beschrifteten Sockel steht ein Turm.
Die heilige Barbara zählt zu den vierzehn Nothelfern, und ihr Verhalten im Angesicht von Verfolgung und Tod gilt als Symbol der Wehr- und Standhaftigkeit im Glauben. Darauf weist ihre Darstellung mit ihrem Attribut, dem Turm, hin. Deswegen wird sie als Patronin der Türme und der Festungsbauten verehrt. Wegen des plötzlichen Todes ihres Vaters durch einen Blitz, der ohne den Empfang der Sterbesakramente erfolgte, wird die heilige Barbara allgemein gegen einen plötzlichen und unvorhersehbaren Tod angerufen. Hiervon leitet sich vermutlich die Darstellung mit Hostie und Kelch ab. Wegen ihres plötzlichen Todes und da die Heilige der Legende nach von einem Felsen geschützt wurde, der sich öffnete und sie verbarg, wählten die Bergleute sie zu ihrer Patronin, ebenso die Hüttenarbeiter.
Der Gedenktag der heiligen Barbara in der Liturgie der katholischen Kirche ist seit dem 12. Jahrhundert der 4. Dezember, der im Volksmund Barbaratag genannt wird. Im Zuge der Liturgiereformen des zweiten vatikanischen Konzils wurde die hl. Barbara aus dem römischen Generalkalender gestrichen, da ihre Existenz historisch nicht gesichert sei. Wegen der großen Verehrung, die sie im Volk genoss, blieb ihr Gedenktag jedoch in einigen Regionalkalendern erhalten. In (ehemaligen) Bergbaugebieten wie dem Saarland spielt der Barbaratag weiterhin eine große Rolle. So wie es Untertage Schreine mit Barbaraskulpturen gab, stehen sie heute noch in vielen Häusern in Vitrinen zusammen Bergmannsfiguren, Grubenlampen, Jubiläumsuhren und anderen Erinnerungen an den Bergbau.