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"Rema", Typ: F 175

Museum Handwerkerhof


Herstellung: von bis
in: Ottweiler

Merkmale

Inventarnummer:
2017HWO0031
Anzahl:
1 Stück
Objektbezeichnung:
Elektrische Schleifmaschine
weitere Objektbezeichnung:
"Rema", Typ: F 175
Sachgruppe:
Signatur:

nummeriert

Technik:
Metalltechnik (und Elektrotechnik)
Maße:
Gesamt: B: 52 cm, T: 35 cm, H: 23 cm (ohne Kistenunterbau)

Beschreibung

Elektrische Schleifmaschine ("Rema", Typ: "F 175")

Bei der 52 cm breiten und 23 cm hohen Maschine handelt es sich um eine elektrische Schleifmaschine mit einer Schleifscheibe der Firma "Rema"/"Reichmann & Sohn GmbH" (Typ: "F 175"). Über einem eisernen, mit einer Holzkiste verschraubten Unterbau sitzt quergelagert die eigentliche Schleifvorrichtung. Sie besitzt am rechten Enden eines Metallgehäuses mit der zentralen Achse und dem antreibenden 220-Volt-Elektromotor mit 0,25 PS Leistung eine kreisrunde Schleifscheibe grober Körnung mit Blech-Haube als Schutzvorrichtung. Ein in schräger Lage befestigtes Rechteckblech dient als Auflage für die zu bearbeitenden Werkstücke und Materialien

Zu Schleifmaschinen allgemein:
Schleifmaschinen sind Werkzeuge zum Glätten von Oberflächen oder zum Entfernen von Beschichtungen auf Oberflächen. Sie werden ebenso zum Schärfen von schneidenden Werkzeugen verwendet (Schärfmaschinen). Schleifvorrichtungen besitzen in der Regel eine oder mehrere Schleifscheiben, die auf einer Achse sitzen und von dieser in schnelle Drehung versetzt werden. Mitunter bedient man sich auch endloser, mit Schleifmaterial belegter Riemen, die um rotierende Scheiben gespannt sind (Bandschleifen). Die Scheiben drehen sich in Vertikal- oder Horizontalebenen und sind für besondere Zwecke (bspw. Sägeschärfen, Schleifen von Fräszähnen und Spiralbohrern etc.) eigens geformt, wodurch eine große Mannigfaltigkeit in der Ausführung der Schleifscheiben entsteht. Der hohen Geschwindigkeit wegen weisen die Schmirgelscheiben oftmals eine Wellblechhaube zum Schutz der Arbeiter auf.

Zur Firma "Rema:
Die "Reichmann & Sohn GmbH" (Kürzel: Rema) ist ein Familienunternehmen mit Sitz im bayerischen Weißenhorn bei Ulm. Die Kernkompetenzen des Unternehmens liegen seit 100 Jahren (Stand 2018) im Schleifen und Trennen. 1918 gründete Josef Reichmann in Langgrün bei Karlsbad im Sudetenland die Firma "Reichmann". Nachdem er die Produktion mit Werkstattschleifmaschinen und Poliermotoren begann, wurde das Leistungsspektrum konstant erweitert, so dass später Entgrat- und Trennmaschinen für Gießereien ins Programm aufgenommen wurden. Nach dem Krieg nahm Franz Reichmann, der Sohn von Josef Reichmann 1946 in Weißenhorn bei Ulm als "Reichmann & Sohn GmbH" die Produktion wieder auf. Neben Schleifmaschinen und Polieraggregaten wurden nun auch Belag- und Kantenschleifanlagen, Fräsmachinen, Skiwaschanlagen und Anlagenverkettungen für die Skiindustrie hergestellt - 1982 begann die Firma mit der Produktion von Ski-Service-Maschinen. Seit den 1990er Jahren sind die Gussteil-Schleifmaschinen der wichtige dritte Geschäftsbereich des Unternehmens. Dabei handelt es sich um Gusskomponenten, die beispielsweise in der Automobilindustrie und bei ihren Zulieferern (Motorblöcke,Zylinderköpfe etc.), in der Luftfahrtindustrie (z.B. Turbinenschaufeln), bei Eisenbahnen (Achsen, Bremsklötze, Kupplungen etc.) sowie bei medizinischen Ersatzteilen für den menschlichen Körper (Hüften, Knie, Nägel, Platten etc.) vorkommen.
So verfügt die Firma heute über drei unabhängige Produktsegmente mit langer Tradition: unter dem Markennamen "Rema" werden weiterhin Schleif- und Poliermaschinen für metallverarbeitende Betriebe produziert, die Abteilung "Reichmann Ski & Board Tuning" stellt die besagten Servicemaschinen für Ski & Snowboard her, und die "Reichmann Casting Finishing" produziert wiederum die genannten Schleifmaschinen und -anlagen für Gussputztechnologien und Gussnachbehandlung (nach: www.rema.de und www.reichmann.com).