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Sprühpistolen "Mistral B" und "D.R.G. 816"

Museum Handwerkerhof


Herstellung: von bis
in: Ottweiler

Merkmale

Inventarnummer:
2017HWO0159
Anzahl:
1 Stück
Objektbezeichnung:
Spritzwerkzeuge
weitere Objektbezeichnung:
Sprühpistolen "Mistral B" und "D.R.G. 816"
Sachgruppe:
Maler (Arbeitsgeräte)
Handwerk (Maler- und Anstreicher)
Signatur:

nummeriert (Gehäuse rechtes Gerät: 816)

Maße:
Gesamt: B: 20 cm, T: 10 cm, H: 21 cm (li. im Bild), B: 13 cm, T: 6,5 cm, H: 26 cm (re. im Bild)

Beschreibung

Zwei Spritzwerkzeuge/Sprühpistolen

Bei den vorliegenden Exponaten handelt es sich um zwei Spritzwerkzeuge, die zum Sprühauftrag von flüssiger Farbe verwendet wurden (Maler- und Anstreicherwerkstatt Hopf). Sie besitzen jeweils ein abnehmbares und nachfüllbares Behältnis für die zu verwendende Farbe. Die eigentliche Spritzvorrichtung wurde entweder elektrisch oder per Druckluft betrieben.
Bei dem Werkzeug links im Bild handelt es sich um ein Modell mit der Bezeichnung "Mistral B". Es wurde durch einen Elektromotor, welcher sich in dem Metallgehäuse befindet, angetrieben. Der unterhalb der Sprühdüse angebrachte Farbbehälter besteht aus Kunststoff und ist von einer im Querschnitt runden, konisch sich nach oben und unten verjüngenden, Form.
Das sehr handliche Werkzeug rechts im Bild trägt die Bezeichnung ?D.R.G. 816?. Es besteht aus Metall und ließ sich an einen Druckluftschlauch anschließen, der die Energie zum Spritzvorgang lieferte. Der Farbbehälter sitzt oberhalb der Sprühdüse.

Zu Spritzwerkzeugen generell:
Eine Spritzpistole ist ein Werkzeug zum Auftragen von Lacken und Dispersionsfarben. Das Material wird mit Hilfe von Druckluft aus einem Kompressor (oder einer Pumpe) oder durch einen Elektromotor zerstäubt und auf den zu beschichtenden Gegenstand aufgetragen. Im Vergleich zum manuellen Lackauftrag mit dem Pinsel kann durch den Einsatz eines Spritzwerkzeuges die Wirksamkeit deutlich gesteigert werden. Durch die Zerstäubung des Lackes wird zudem eine bessere Oberflächenqualität erzielt. Mit Hilfe des Druckunterschiedes wird ein flüssiger Stoff zu kleinen Tropfen zerstäubt, welche sich auf dem angesprühten Gegenstand ablagern und einen zusammenfließenden Oberflächenfilm bilden, sofern sie in genügender Menge aufgetragen werden. Die Erzeugung des Druckunterschiedes und auch die Zuführung des zu zerstäubenden Stoffes kann dabei auf verschiedene Weisen erfolgen, denn die Materialzuführung zur Spritzpistole kann je nach System drucklos oder mit Druck von Statten gehen.
Die einfachste Zuführart ist der Fließbecher, welcher sich oberhalb der eigentlichen Sprühvorrichtung befindet. Hierbei wird das aufzutragende Material allein durch die Schwerkraft zur Pistole befördert. Dieses System ist sehr einfach aufgebaut, hat aber den Nachteil, dass die Pistole nicht stark geneigt werden kann. Andere Vorrichtungen saugen die Farbe aus einem unterhalb der Spritzpistole sich befindenden Behälter. Die Düse und die Nadel bestehen in der Regel aus rostfreiem Edelstahl. Die meisten Geräte besitzen eine stufenlose Materialmengenregulierung.