zurück

Modell "Standard Rapid L"

Museum Handwerkerhof


Herstellung: von bis
in: Ottweiler

Merkmale

Inventarnummer:
2017HWO0161
Anzahl:
1 Stück
Objektbezeichnung:
Münzzählgerät
weitere Objektbezeichnung:
Modell "Standard Rapid L"
Signatur:

nummeriert

Technik:
Metalltechnik (und Mechanik)
gewebt (Münzsäckchen)
Maße:
Gesamt: B: 30 cm, T: 36 cm, H: 25 cm

Beschreibung

Münzzählgerät/Geldzählmaschine "Standard Rapid L"

Bei dem vorliegenden Exponat handelt es sich um ein in den 1950er-/1960er-Jahren produziertes Münzzählgerät/eine Geldzählmaschine (Modell "Standart Rapid L") der Firmen "LINK Zählerfabrik" und "Standardwerk Eugen Reis GmbH" in Bruchsal. Während die Maschine mit ihren mechanischen Elementen in dem letztgenannten Betrieb hergestellt wurde, stammt der eigentliche Zähler aus der "LINK Zählerfabrik", der feinmechanischen Werkstatt von Siegfried Link in Griesheim bei Darmstadt.
Die Vorrichtung misst bei einer maximalen Höhe von 25 cm ca. 30 x 36 cm. Das aufklappbare Metallgehäuse birgt in seiner Mitte eine runde, vertiefte Auffangschale für die Aufnahme des zu zählenden Münzgeldes. Durchmesser und Dicke lassen sich für jeden Münztypen stufenlos einstellen, so dass die Münzzählmaschine prinzipiell für alle Münzen zu verwenden war. Durch Betätigung der seitlich angebrachten Kurbel wird die Vorrichtung (Drehachse mit Zähleinheit) manuell angetrieben. Der im vorderen Bereich zu befestigende Stoffbeutel fängt die dabei ausgeworfenen Münzen auf.

Zu Geldzählmaschinen allgemein:
Geldzählmaschinen sind elektrische oder mechanische Geräte zur Zählung, Prüfung und Verpackung von Bargeld. Überall dort, wo das Bargeldaufkommen entsprechend groß ist, vereinfachen die Maschinen den Umgang mit den anfallenden Geldmengen und erleichtern es, Falschgeld zu erkennen und aus dem Geldumlauf zu nehmen. Geldzählmaschinen werden sowohl von professionellen Bargeldakteuren, wie Banken, Spielkasinos und Werttransportunternehmen, aber auch im Einzelhandel oder in der Gastronomie genutzt. Generell lässt sich die Geldbearbeitung in Banknoten- und Münzzählmaschinen aufteilen.
Münzgeldzähler eignen sich zur Zählung, Echtheitsprüfung und der Sortierung von Münzen. Im Allgemeinen ist das Münzaufkommen nach der Stückzahl deutlich größer als bei Banknoten, weshalb Geräte mit Sortierfunktion sehr viel weiter verbreitet sind als bei den Notenzählern. Hier kann wiederum zwischen reinen Stückzählern und Gemischtbewertern sowie Sortiermaschinen unterschieden werden. Professionelle Münzzählmaschinen sind nach dem neuesten Stand der Technik mit Legierungssensoren ausgestattet, was eine zuverlässige Aussortierung von Fremdkörpern, Fremdmünzen und falschen Münzen ermöglicht. Wie Banknotenzählmaschinen verfügen auch moderne Münzzähler über hilfreiche Ausstattungsdetails, so etwa die Funktion der Münzstopps zur Voreinstellung der abzuzählenden Stückzahl, oder eine Absackvorrichtung zur weiteren Verbringung in zulässige zentralbankgerechte Verpackungseinheiten.

Zur Firma "Standardwerk Eugen Reis GmbH":
Die Ursprünge des bis heute existierenden Unternehmens (Stand 2018) reichen zurück bis ins Jahr 1924, dem Zeitpunkt der Gründung der "Standardwerk Eugen Reis GmbH" in Bruchsal. Der namensgebende Firmengründer Eugen Reis, ein Pionier in Münzzählmaschinen, war zugleich auch der Erfinder des Münzrolliers. Nachdem die in "Reis Eurosystems AG" umbenannte Firma seit den 1980er-Jahren Marktführer für Geldzählmaschinen in Deutschland war, wurde 1998 als Tochterunternehmen die "Procoin GmbH" gegründet, welche 2017 dem Unternehmen "G+D Currency Technology" angegliedert wurde.