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Römische Münze

Europäischer Kulturpark Reinheim


Herstellung: von bis
in: Rom

Merkmale

Inventarnummer:
2013REI0157
Anzahl:
1 Stück
Objektbezeichnung:
weitere Objektbezeichnung:
Antoninian
Sachgruppe:
Material:
Kupfer (mit Silberüberzug)
Technik:
geprägt
Maße:
Gesamt: D: 2,1 cm, Gewicht: 2,4 g

Beschreibung

Antoninian, Aurelianus.
Av.: Büste des Kaisers mit Strahlenkrone, drapiert und/oder gepanzert, nach rechts; [IMP AUR]EL[I]ANVS [AUG];
Rv.: Sol, schreitend, nach rechts, Lorbeerkranz in erhobener rechten - Bogen in ausgestreckter linken Hand, mit linkem Fuß auf gestürzten/besiegten Feind stehend; ORIENS AVG, im Feld: A oder H, im Abschnitt: XXIR (= Münzstätte Rom);
Aurelianus (Lucius Domitius Aurelianus, * 214, 270 - 275 n.Chr.) war einer der zahlreichen, von den Truppen erhobenen, sogenannten Soldatenkaiser, konnte jedoch durch die Rückeroberung der zuvor selbständig gewordenen Reichsteile im Osten (273 n.Chr., Reich von Palmyra unter Zenobia) und Westen (274 n.Chr., sog. Gallisches Sonderreich) und umfassende Verwaltungs- und Wirtschaftsreformen sowie die Erhebung des Sol Invictus zum römischen Hauptgott dem Verfall des Imperiums Einhalt gebieten und die Grundlage zu einem neuerlichen Aufstieg legen. Ferner ließ er ab 271 n.Chr. als Reaktion auf die akute Germanengefahr eine neue Stadtmauer ("Aurelianische Mauer") um die Stadt Rom anlegen.
Der Antoninian wurde als Silbermünze mit einer Wertigkeit von zwei Denaren um 214 n.Chr. unter Kaiser Caracalla eingeführt. Bis in die Regierungszeit Diocletians, welcher die Prägungen in Zuge seiner 293 n.Chr. erfolgten Münzreform einstellte, hatte sich der Silbergehalt stetig reduziert, so dass es sich bei späten Antoninianen nur noch um Kupfermünzen (ggf. mit einem feinen Silberüberzug) handelte. Das markanteste Merkmal des Antoninians ist die Strahlenkrone auf dem Haupt der abgebildeten Herrscher.
Münztyp: RICV, 1, Aurelian 64.
Die Münze ist etwas angegriffen, ist besonders zum Rand hin ausgeblüht und weist eine Abbruchstelle auf - besonders das Rückseitenmotiv ist jedoch gut erhalten.

Literatur

Sarateanu-Müller, Florian: Ein deutsch-französischer Archäologiepark. Reinheim und Bliesbrück, in: Vera Rupp (Hrsg.) / Heide Birley (Hrsg.), Landleben im römischen Deutschland, Stuttgart: Theiss, 2012, S. 110-113
Petit, Jean-Paul / Jean Schaub: Bliesbruck Reinheim. Parc archéologique européen (=Guides archéologiques de la France), 2000
Mattingly, Harold / Edward A. Sydenham: Roman Imperial Coinage, London, 1923-1994, Band V, 1, Aurelian 64, S. 272, Abb. Tafel VIII.116
Gricourt, Johannes / Johannes Naumann / Jean Schaub: Le mobilier numismatique de l'agglomeration decondaire de Bliebruck (Moselle), fouilles 1978 - 1998 (=Blesa - Publication du Parc archeeologique europeen de Bliesbruck-Reinheim, 5), Paris: Editions errance, 2009, Band V