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Bergeisen

Historisches Museum Wallerfangen


Herstellung: von bis

Merkmale

Inventarnummer:
2009HMW0266
Anzahl:
1 Stück
Objektbezeichnung:
Sachgruppe:
Material:
Technik:
Maße:
Gesamt: L: 8,7 cm, H: 3,6 cm (mit Rostkruste), B: 4,5 cm (mit Rostkruste), H: 2 cm (ohne Rostkruste), B: 2,5 cm (ohne Rostkruste)

Beschreibung

Das Eisen ist stark verwittert, mehrfach gebrochen und von einer dicken Rostschicht überzogen, die einstige keil- oder meißelförmige Formgebung ist nur noch zu erahnen.
Es handelt sich um ein Bergeisen aus dem Blauwaldstollen im Wallerfanger Ortsteil St. Barbara (siehe auch HMW0283). Das Bergeisen (siehe auch HMW0240, 0241, 0242, 0243, 0244, 0245, 0261, 0265 und 0268) gehört zum Gezähe, also Werkzeug eines Bergmannes, es wurde auf einen Stiel gesteckt und diente als Keil oder Meißel, der mit einem Hammer vorangetrieben wurde. Da die Bergeisen schnell stumpf wurden nahmen die Bergmänner immer mehrere mit zur Arbeit und tauschten diese bei Bedarf aus. Neben den gelochten Bergeisen gab es auch ungelochte, sogenannte Fimmel. Um einen solchen handelt es sich wohl auch hier, zumindest ist kein Loch erhalten.
Aufgrund des schlechten Erhaltungszustandes fällt eine Datierung schwer.

Literatur

Bischoff, Walter / Heinz Bramann: Das kleine Bergbaulexikon. Zusammengestellt am Studiengang Bergtechnik der Fachhochschule Bergbau, Essen, 1988
Wiedemann, Konrad: Deutsches bergmännisches Gezähe von 1500 bis 1850. Aus dem Mittelalter in die Neuzeit. Ein Bericht, in: Lapis, 34, 6, München, 2009, S. 19-24