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Bergeisen

Historisches Museum Wallerfangen


Herstellung: von bis
in: St. Barbara

Merkmale

Inventarnummer:
2009HMW0241
Anzahl:
1 Stück
Objektbezeichnung:
Sachgruppe:
Material:
Technik:
Maße:
Gesamt: L: 17 cm, H: 3,5 cm (dickste Stelle, einschl. Rost), B: 4 cm (Mitte), B: 2,5 cm (Schlagfläche), B: 3,5 cm (Spitze)

Beschreibung

Das Bergeisen ist stark mit Rost überkrustet. Die Spitze ist keilförmig, die Schlagfläche stark verformt oder verkrustet. Ein Stielloch ist nicht auszumachen.
Es handelt sich um ein Bergeisen aus dem Wallerfanger Ortsteil St. Barbara (siehe auch HMW0283). Das Bergeisen (siehe auch HMW0240, 0242, 0243, 0244, 0245, 0261, 0265, 0266 und 0268) gehört zum Gezähe, also Werkzeug eines Bergmannes, es wurde auf einen Stiel gesteckt und diente als Keil oder Meißel, der mit einem Hammer vorangetrieben wurde. Da die Bergeisen schnell stumpf wurden nahmen die Bergmänner immer mehrere mit zur Arbeit und tauschten diese bei Bedarf aus. Neben den gelochten Bergeisen gab es auch ungelochte, sogenannte Fimmel. Um einen solchen handelt es sich wohl auch hier, zumindest ist kein Loch erkennbar.

Literatur

Bischoff, Walter / Heinz Bramann: Das kleine Bergbaulexikon. Zusammengestellt am Studiengang Bergtechnik der Fachhochschule Bergbau, Essen, 1988
Wiedemann, Konrad: Deutsches bergmännisches Gezähe von 1500 bis 1850. Aus dem Mittelalter in die Neuzeit. Ein Bericht, in: Lapis, 34, 6, München, 2009, S. 19-24